Yin Yoga

Ohne Yin keinYang, sie bedingen sich einander und existieren beide, auch in unserem Körper:

physischer Körper

Yin Yoga                                                                               Yang Yoga

zielt auf Faszien und Gelenke ab                                          zielt auf Muskeln und Blut ab

Beweglichkeit in den Gelenken                                             festigt und stärkt Gelenke

Muskeln des Zielgebiets entspannt                                       Muskeln des Zielgebiets

                                                                                               kontrahiert, angespannt

Sanfter Stress: 60-70%                                                         volle Intensität ausschöpfen

statisch, langsam, passiv                                                      rythmisch,dynamisch mit

                                                                                               Wiederholungen

mentaler, energetischer Körper

betont Bewegungslosigkeit                                                    betont Bewegung

Fokus auf wertfreie Beobachtung                                          Fokus auf Bemühen, Motivation,

                                                                                               Veränderung

es stellt sich Annahme,Geduld ein                                         Verbesserung, Veränderung

Offenes Gewahrsein                                                               Konzentration

 

Es wird schnell klar: es braucht Yin und Yang Training

 

Wie kam es überhaupt zur Vereinheitlichung im Yoga ?

Früher wurden Schüler Yogalehrer, die über viele Jahre Erfahrung gesammelt haben.Da die Nachfrage nach Yoga so gross war, entstanden Lehrerausbildungen in denen es zeitlich nicht möglich war auf die ganzen Individualitäten einzugehen.

Zudem sind wir visuell veranlagte Menschen und wollen den Abbildungen der schönen Yogastellungen nacheifern (oft sind das Models!) … und unsere Gesellschaft hat uns so geprägt, am besten der Norm zu entsprechen.

Im Yin Yoga üben wir  mehr unsere Einzigartigkeit zu sehen und von Übungen abzuweichen, wenn es das braucht…es geht hier mehr um einen funktionellen Ansatz, nicht um den ästetischen.

Denn eine Norm kann niemals für jeden passen und legt jemand fest der vielleicht ganz andere Voraussetzungen hat wie du .

 

Im Yin Yoga stellen wir uns immer wieder die Frage: Was stoppt mich ?

Weichteile(zb Brust oder Bauch in der Stellung des Kindes )

Spannung in den Muskeln

Kompression in den Gelenken

Alter verändert den Körper

Krankheit

 

Volle Kompression: Komplettes Bewegungsausmass zu erhalten

auch Gelenke und Bandscheiben brauche einen Trainingreiz (use it or loose ist)

aber es braucht aber für jeden Körperbereich das richtige Training(Yin oder Yang Training)

 

 

Im Yin Yoga wird das Zielgebiet das die Übung erreichen soll angesagt, denn darum geht es!

Deswegen gibt es mehrere Möglichkeiten für eine Stellung, denn wie dieses Gebiet jeder optimal erreicht, kann unterschiedlich aussehen.

In diesem Zusammenhang lernst du noch besser deinen Körper kennen und lernst deiner inneren Stimme, deinem inneren Yogalehrer Raum zu geben.

 

3 Tattvas des Yin Yogas

                           1.

Komme in die Stellung die für dein Körper angemessene Intensität.

An der Grenze spielen, Intensität 60-70 %

Wir benutzen den Körper nicht in die Asana zu kommen,wir benutzen die Asana um in den Körper zu kommen.“

                         2.

Nimm dir vor still zu bleiben.

Zwei Ausnahmen: Schmerz und wenn der Körper nachlässt.

                        3.

Verweile in der Stellung 3-5 min

 

Rebound (Nachklang)

Chi/Prana fliesst die ganze Zeit, ist aber am leichtesten beim Entspannen nach der Asanapraxis wahrzunehmen.Während der Entspannung Erneuert sich die Gel-Sol-Balance in den Faszien.

Die damit verbundene Bewegung der Flüsigkeit und Chi wird

körperlich als Auflösung von Druck, Kribbeln,sich ausbreitende Wärme wahrgenommen.Das wichtigste Kriterium ist das Gefühl von Leichtigkeit und Ruhe das sich ausbreitet.

Emotional als Tränen,Traurigkeit, Freude, Erleichterung

Mental als Erinnerungen, Einsichten oder Akzeptanz

Kausal als tiefe innere Ruhe, Stille, Frieden